Tauschen Sie das gesamte Kugelgelenk aus, wenn die Gummimanschette gespalten, rissig oder beschädigt ist bzw. fehlt. 
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Austausch der Komponenten eines Kugelgelenks

Delphi empfiehlt Technikern, eine qualitativ hochwertige Lenkungs- und Aufhängungsreparatur sicherzustellen, indem das gesamte Kugelgelenk ausgetauscht wird, wenn die Gummimanschette gespalten, rissig oder beschädigt ist bzw. fehlt. In diesen Fällen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Kugelgelenk beschädigt wurde und trotz Austausch der Manschette ausfallen wird. Der Austausch der gesamten Kugelgelenkbaugruppe verhindert einen möglichen frühzeitigen Ausfall, der sicherheitsrelevant und teuer sein kann. Darüber hinaus wird ein mögliches Erlöschen der Garantie vermieden.

Wird nur die Manschette ausgetauscht und nicht das gesamte Kugelgelenk, könnte die neue Manschette die schädlichen Substanzen, denen das Gelenk ausgesetzt war, einschließen und zu beschleunigter Rost- und Korrosionsbildung am Gelenk führen. Außerdem ist das Kugelgelenk auf den Betrieb mit einem Schmierfett ausgelegt. Eine defekte Manschette könnte zu einem Verlust dieses unerlässlichen Schmiermittels führen, da es von Wasser ausgewaschen, ausgetrocknet oder mit Schmutz und anderen Verunreinigungen überzogen werden kann.

Delphi empfiehlt außerdem, bei „Universalmanschetten“ und damit verbundenen Schlauchschellen/Kabelbindern vorsichtig zu sein, die zur Reparatur und/oder Änderung des Bauteils angeboten werden. Der Begriff „Universal“ kann irreführend sein, da es in jeder Reihe von Lenkungs- und Aufhängungsprodukten zahlreiche Varianten von Manschetten gibt, wobei jede Manschette spezifisch zur Verwendung mit einem bestimmten Kugelgelenk entworfen und gefertigt wird.

Delphi Kugelgelenke entsprechen globalen technischen Anforderungen von Erstausrüstern und werden Prüfungen unterzogen, die den Schwerpunkt auf Festigkeit und Lebensdauer legen. Diese sicherheitsrelevanten Prüfungen gewährleisten ein sicheres Fahrerlebnis. Der Kugelgelenk-Ausdrückversuch misst die Kraft, die erforderlich ist, um den Kugelbolzen aus dem Gehäuse zu drücken bzw. zu entfernen. Dabei handelt es sich um eine wichtige Sicherheitsprüfung, die nachweist, dass ein Bauteil Kräften widerstehen kann, die im echten Betrieb in der Aufhängung auftreten. Der Kugelgelenk-Auszugsversuch misst die Kraft, die erforderlich ist, um den Kugelbolzen aus dem Gehäuse zu ziehen. Falls die zur Entfernung des Kugelbolzens erforderliche Kraft unter den Erstausrüsteranforderungen liegt, besteht das Risiko, dass das Gelenk während des normalen Fahrbetriebs versagt und das Fahrzeug nicht mehr gesteuert werden kann.

Darüber hinaus kommt bei Delphis neuer Staubschutzmanschettenausführung eine optimierte Chloroprenkautschuk-Mischung (CR) zum Einsatz, die selbst bei extremen Temperaturen ihre Strapazierfähigkeit bewahrt. Dadurch werden innen liegende Komponenten besser geschützt und die freie Bewegung des Kugelgelenks unterstützt.